Seit Mai 2000 sind wir nun schon Ansprechpartner in Bremen-Nord, wenn es um die Unterstützung und  Beratung im Bereich der Pflege und Betreuung geht. Damals noch in den Kinderschuhen steckend, sind wir inzwischen erwachsen geworden und bilden als Vertragspartner der Kranken- und Pflegekassen einen wichtigen Baustein in der ambulanten Versorgung Bremen-Nord´s. In dieser langen Zeit haben wir Menschen kennen lernen dürfen, die ihr Leben bis ins hohe Alter selbständig meisterten und  plötzlich auf Hilfe angewiesen waren:

 

  • Weil z.B. die Medikamenteneinnahme immer öfter vergessen wurde,
  • für das Anziehen der Kompressionsstrümpfe die nötige Kraft fehlte,
  • das Messen des Blutzuckers und Spritzen des  notwendigen Insulins nicht mehr möglich war,
  • weil die Augen nicht mehr mitmachten, oder  das regelmäßige Duschen oder Baden plötzlich Angst bereiteten, weil die Mobilität nachgelassen hat und/oder der Stand nicht mehr sicher war.

 

Es sind Probleme dieser Art, die häufig unseren Einstieg in die Pflege begründen und  für unsere Patienten und deren Angehörigen eine entscheidende Zäsur in ihrem Leben darstellen. Eine Wahrheit des Lebens ist aber auch, dass uns  neben der Alterspflegebedürftigkeit auch   Krankheiten und  Schicksale treffen können, die keine Rücksicht auf das Alter nehmen. Wobei es, unserer Erfahrung nach, die Krankheit nicht gibt. Die Erschütterung ist immer eine andere. Sie scheint individuell zu sein. Auch können aus anfänglichen niedrigschwelligen Pflegeleistungen umfangreiche intensive Maßnahmen werden, bis hin zur Sterbebegleitung. Aus „Pflegearbeit wird dann Beziehungsarbeit“.  In jedem Falle bedeutet es , dass wir uns gemeinsam auf dem Weg machen, ohne zu wissen, wie lang der Weg ist, welche Abzweigungen uns erwarten oder wie viel Zeit uns bleibt!

 

Es ist eine Verabredung auf Zeit.

Möge es gelingen!

 

Thomas Mehwald-Hoffmann